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Montag, 15. Mai 2017

Reizwortgeschichten

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Blogfreunde,

Die diesjährige "Dippemess" im Frühjahr (ein Volksfest in Frankfurt) hatte eine neue Attraktion. Ein  80-Meter-Kettenkarussell feierte Premiere. Was meine Protangonistin damit erlebt hat, lest selbst.

Die heutigen Reizwörter sind


Flieder Muttertag spitzbübisch mitteilsam knurren



Schaut, was meinen lieben Kolleginnen dazu eingefallen ist.


Reginas  Geschichte.



Das Kettenkarussell

Ausgiebig jeden Tag Frühstücken, seit sie nicht mehr arbeitete, war das jeden Morgen ein wichtiges und schönes Ritual für Rosa. Nachdem sie mit dem  Frühstücken fertig war, stellte sie ihren leeren Teller zur Seite. Aus der schwarzen Thermoskanne goss sie den letzten Rest des Kaffees  in die blumige Kaffeetasse. Für Ihren Blog suchte sie aus ihren Fotoalben alte Fotos, um sie später in ihren PC zu scannen. Rosa fielen beim Durchblättern in dem roten,  Leder gebundenen Fotoalbum die Bilder vom Muttertag auf. Ein Foto zeigte Mutter in ihrem Garten mit dem herrlich blühenden Fliederbusch. Viele Jahre musste das her sein, bevor ihre Mutter später dement wurde. Rasch klappte Rosa, um nicht melancholisch zu werden, das Album zu. Hastig trank sie den Rest des inzwischen kalt gewordenen Kaffee aus und schnappte sich die Tageszeitung. Ihr Blick fiel auf die dicken Großbuchstaben der Zeitung  "Dippemess: 80-Meter-Kettenkarussell feiert Premiere".
Rosa wurde neugierig. Sie las interessiert weiter.

....Die Sitze sehen aus wie die eines gewöhnlichen Kettenkarussells. Abgesehen von einem Sicherheitsgurt um die Hüfte fühlen sie sich auch so an. Nur an vier Ketten hängend und mit einem Metallbügel gesichert, werden die Mitfahrer auch hier in luftige Höhen geschwungen. Und trotzdem ganz anders fühlt sich das an, was man beim Abheben des Kettenkarussells „Jules Verne Tower“ empfindet. Kein Wunder: Es geht in satte 80 Meter Höhe und die Gondeln sausen mit bis zu 65 Kilometern pro Stunde im Kreis. Was eine Gruppe von Pressevertretern bereits am Mittwoch ausprobieren konnte, feiert auf der diesjährigen Frühjahrsdippemess (7.4. - 1.5.) Premiere....

"Das ist die Idee, ich gehe heute bei dem schönen Wetter auf die Dippemess und schaue mir dieses Kettenkarussell an."
Beschwingt räumte Rosa den Frühstückstisch ab.
Im Strom der vielen Dippemess-Besucher ließ sie sich von Stand zu Stand treiben.  Ihr stieg der herrliche Duft von frisch gerösteten Popkorn in die Nase. Rosa erstand eine große Tüte davon. Langsam zogen die Menschen wie ein Lindwurm an den Jahrmarktbuden vorbei. Sie stopfte sich genüsslich Gedanken verloren das köstliche salzige Popkorn in den Mund. Der Menschenstrom drückte und schob Rosa bis vor  das neue Kettenkarussell „Jules Verne Tower“. Hier war ein besonders großer Menschenauflauf. Im Gedränge trat jemand auf die Pfote eines Hundes, der knurrte und bellte gefährlich. Rosa schaute hoch  und verfolgte wie sich das Karussell 80 Meter nach oben bewegte. Das war Spektakel und Nervenkitzel. Nichts für sie. Ihr gruselte. Sie erhielt von der Seite einen heftigen Schubs. Ihre Tüte mit den weißen Popkornkügelchen sprangen in alle Richtungen auf den Boden.
"Hoppla, liebe Frau", rief ein grauhaariger älterer Mann und hielt Rosa fest, damit sie nicht hinfiel.
Rosa befreite sich aus dem festen Griff der starken Hände.
"Danke", murmelte sie und zog ihre verrutschte Lederjacke gerade.
"Darf ich ihnen neues Popkorn kaufen?"
"Nein bin nicht mehr hungrig, danke schön."
Beide schauten auf den "mobilen höchsten Riesenkettenflieger der Welt“.
"Das ist nichts für mich", bemerkte Rosa.
"Nein, auch nicht für mich", antwortete der Mann.
Heimlich betrachtete Rosa ihn neugierig, während er dem Kettenflieger, der 80 Meter in die Höhe zog, zuschaute.
Er hatte viele Lachfältchen und schöne, graublaue Augen.
"Übrigens ich bin Johannes, Johannes Gruber.
"Rosa", stellte sie sich vor.
"Ein schöner Name, Rosa.", lächelte Johannes.
"Darf ich sie zu etwas einladen? "
"Wollen wir mit einem einfachen, konventionellen Kettenkarussell fahren?"
"Sehr gerne, Rosa!"
Johannes fasste Rosa bei der Hand und zog sie lachend zum anderen Ende der Dippemess. Dort drehte sich noch ein schönes, altes, herkömmliches Kettenkarussell. Hier gab es kein Gedränge. Nur wenige Menschen genossen die schöne Fahrt.
Herrlich war es mit Johannes die Runden zu drehen. Warme, feste Hände hielten ihre Hand. Er war ihr sympathisch.
Dann stoppte das Karussell.
"Früher dauerte ein Fahrt länger", dachte Rosa.
Johannes grinste spitzbübisch.
"Wollen wir nochmal?"
"Oh, gerne!", freute sich Rosa lächelnd.
Bei der erneuten Fahrt mit dem Kettenkarussell  kamen ihr schöne Erinnerungen in den Sinn von der Dippemess 1974, vor über 40 Jahren.
"Komisch", wunderte sich Rosa, "diese Parallelen zum gerade Geschehenen, ob das etwas bedeutete?"

Von einer riesigen gefüllten Tüte mit duftenden Popkorn rieselte ein weißes Gestöber vor einer Schießbude auf den Boden. Rosa hatte sie, nachdem ein heftiger Stoß sie am Arm traf, fallen lassen. Fast wäre sie gestürzt, hätten sie nicht zwei kräftige Arme aufgefangen.
"Hoppla!", rief der junge Mann mit kahlgeschorenen Kopf und hielt Rosa fest.
Langsam befreite sich Rosa aus den Armen des Mannes.
"Danke.", murmelte sie mit hoch rotem Kopf und zog verlegen ihren Minirock glatt.
Darf ich dir ein neues Popkorn kaufen?", fragte der junge Mann mit amerikanischen Akzent im gebrochen Deutsch.
"Danke nein", antwortete Rosa schüchtern, "bin nicht mehr hungrig".
Schweigend schauten sich Beiden eine Weile an.
"Mitteilsam war der junge Mann nicht gerade.", dachte Rosa und räusperte sich.
"Ich bin Bob. Wie heißt du, schönes Girl?
"Rosa."
"Hubscher Name.", Bob stand grinsend mit Händen in den Hosentaschen und musterte Rosa.
"Was hatte der Kerl für ein nettes Grinsen", dachte Rosa und lächelte.
"Magst du Autoscooter fahren?", fragte Bob.
"Lieber Kettenkarussell."
Bob griff nach Rosas Hand und zog sie zu dem Karussell.
Rosa war paralysiert. Die blaugrauen Augen mit den Lachfältchen. Ihr war der junge Mann sehr sympathisch. So wie er mit seinen Klamotten und dem kahlgeschorenen Kopf aussah, war er bestimmt ein GI von der amerikanischen Armee.
Bei der Fahrt mit dem Kettenkarussell hielt er ihre Hand und lächelte. Leider war die Fahrt sehr schnell zu Ende.
Bob schien die Fahrt mit Rosa zu genießen.
"Magst du noch einmal?"
Rosa nickte.
Händchen haltend fuhren sie dreimal mit dem herrlichen Kettenkarussell.
Zwischen den Beiden hatte es voll gefunkt.
Für Rosa folgten in diesen herrlichen, ungewöhnlichen  warmen  Frühlingstagen im April 1974 die schönsten 3 Wochen ihres Lebens. Üppig blühten die wilden rosa Kirschen und überall im Park überzogen Gänseblümchen und die sonnengelben Dolden des Löwenzahn den Rasen. Die Tulpen standen in allen Farben weit aufgeblüht in den Blumenrabatten als Boten des Frühlings.
Rosa und Bob genossen in vollen Zügen diese angenehmen Frühlingstage. Bob trug sie auf Händen. Er erzählte ihr von Amerika, seinen Eltern und seiner Schwester, die Deutschlehrerin  und mit einem deutschen Mann verheiratet war.
"Dort gefällt es dir bestimmt.", bemerkte Bob.
Er wollte Rosa heiraten.
Rosa war glücklich und verliebt. Insgeheim hatte sie Angst, dass das alles bald ein jähes Ende nahm.  Niedergeschlagen kam Bob eines Tages zu ihren täglichen Verabredungen.
"Was ist mit dir Bob?", Rosa ahnte Schlimmes.
"Rosa", erklärte Bob mit leiser Stimme, "sie haben mich nach Vietnam einberufen, morgen fliegen wir los."
Sie befürchtete, dass sie heute mit Bob das letzte Mal zusammen war? Rosa wurde es schwer ums Herz.
Monat für Monat wartete sie bange auf die Rückkehr von Bob. Er hatte ihr versprochen zu schreiben.  Aber es kam nie Post von ihm. 1975 hörte Rosa, dass in Saigon der Krieg zu Ende ging und die Amerikaner aus Vietnam abzogen.  Rosa hoffte, er käme bald zurück. Aber nichts hörte sie von ihm.  Sie wollte endlich Gewissheit und raffte sich auf  einen Brief an seine Schwester in Pennsylvania zu schreiben. Wieder warten. Rosa hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben, Bob wiederzusehen. Seit vier Wochen schaute sie bange täglich in ihren Briefkasten. An einem Samstag traf ein blauer Luftpostbrief aus den USA ein. Die junge Frau musste stark  und auf das Schlimmste gefasst sein. Mit zitternden Händen schlitzte sie den Brief auf.  Was sie da las, nahm ihr endgültig jegliche Hoffnung. Gleich nach Ankunft in Vietnam geriet ihr geliebter Bob mit seiner Einheit in einen Hinterhalt des Vietcong. Immer wieder las sie die Zeilen und weinte bitterlich.  Nichts war ihr von ihm geblieben, nur die schönen Erinnerungen.

Copyright: Eva V. 2017
Foto Flickr,  Kai Lieder

Meine nächste Geschichte erst wieder am 15. Juni.

Schaut vielleicht einmal bei meiner neuen "Norwegenseite" vorbei. Würde mich sehr freuen.



Samstag, 15. April 2017

Reizwortgeschichten


Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Blogfreunde,

frohe Ostern wünsche Euch allen. Weil heute Ostern ist, habe ich eine Ostergeschichte ersonnen.  Viel Spaß beim Lesen.

Die heutigen Reizwörter sind


Wasserhäuschen - Zipfelmütze - servieren - grillen - hilflos



Schaut, was meinen lieben Kolleginnen dazu eingefallen ist.


Reginas  Geschichte.






Der beleidigte Osterhase

Vorsichtig nahm Minnchen  das bunt bemalte Osterei aus dem Bastkörbchen und hängte es in die kleine Zierweide. Sie trat einen Schritt zurück und betrachtete ihr Werk. Richtig hübsch sah die Weide mit den zarten, hellgrünen Blättchen und den bunten Ostereiern aus. Überall an den Bäumchen in ihrem kleinen Garten hing ihre ganze Sammlung von Ostereiern, die sie seit vielen Jahren auf den Ostermärkten erstanden hatte. Die Osternester plazierte sie vor Tagen auf der Blumenwiese zwischen den Narzissen und Tulpen. Das Osterfest konnte kommen.  Minnchen ließ sich auf die gepolsterte Gartenbank nieder und genoss eine Weile die warmen Sonnenstrahlen. Dabei schaute sie sich in ihrem Garten zufrieden um.
"Richtig", fiel Minnchen ein, "da fehlte was.", dachte sie.
"Der Osterhase war in diesem Jahr noch nicht da gewesen."
Sonst lagen eine Woche vor Ostern  herrliche bunte Eier in den Nestern.
Mit dem Osterhasen stimmte irgend etwas in diesem Jahr nicht. Minnchen fiel gleich ein, wer das weiß.

"Hallo Minnchen!", der kleine Troll Zupfbommel mit der roten Zipfelmütze ließ sich neben der Frau nieder.
"Hab gerade an dich gedacht", lächelte sie den kleinen Kerl an und freute sich.
"Meine Osternester sind alle leer. Was ist dieses Jahr mit dem Osterhasen los? Hat er mich vergessen?", fragte Minnchen.
Der kleine Troll wollte nichts sagen und druckste hilflos herum.
"Einer deiner Lieblinge ist Schuld."
Minnchen beherbergte eine große Anzahl mit den allerschönsten Steiftieren. Das Besondere war, dass ihre Lieblinge nicht nur witzig aussahen, sie fingen nach und nach zu sprechen an. So wohl fühlten sie sich bei der Frau. Jedes Einzelne behandelte sie nett und besonders liebevoll.



"Ich befürchte das war Knudie Dickzwick.", rief sie.
"Stimmt es?"
"Ja, im vergangenen Jahr hat der Rüpel Knudie Dickzwick den Osterhasen geohrfeigt."
Der arme Osterhase. Sie sah die Löffel vom Osterhasen hin und her fliegen. Minnchen verkniff sich das Lachen.


"Der Osterhase kommt zurück ", führte Zupfbommel weiter aus, "wenn Knudie Dickzwick sich entschuldigt."
Danke  lieber kleiner Troll, gut, dass ich das weiß. ", erwiderte Minnchen mit ernster Miene.
"Dem werde ich Beine machen. Ich will  vom Osterhasen schöne bunte Eier haben."
Langsam ging die Sonne im Westen am Fjord unter. Golden glitzerten die Wellen. Es wurde kühl. Minnchen fröstelte leicht. Sie knuffte den kleinen Kerl und erhob sich.
"Kannst du fragen, ob der Osterhase morgen hierher kommt, damit sich Knudie Dickzwick  bei ihm entschuldigt. Ostern ohne schöne Eier vom Osterhasen, das geht nicht.  Nicht wahr lieber Zupfbommel."
"Das wird nicht einfach. Ich werde es versuchen. Versprechen kann ich nichts. Der ist richtig beleidigt,  weißt du? ", stellte der kleine Troll zerknirscht fest.
"Du machst bestimmt das Richtige", Minnchen verabschiedete sich.
"Bis morgen."
Sie ging schnell ins Haus und schloss die Tür ab.
"Knudie Dickzwick", rief Minnchen und stürmte ins Wohnzimmer, "was hast du angestellt?"
Oben im Regal schaukelte Knudie Dickzwick übermütig auf seinem Elch und lachte sich kringelig.  Auf der Jukebox schnurrte leise der rote Kater Dannölchen vor sich hin.




"Ich? Wieso, was habe ich getan?"
Knudie Dickzwick hielt inne mit der Schaukelei.
Weil der Teddybär ständig etwas anstellte, hatte er immer ein schlechtes Gewissen. Er war ein rüpelhafter, kleiner Halbstarker.
"Du hast den Osterhasen geohrfeigt!", warf Minnchen dem Bären vor.
"Wir bekommen keine Ostereier in diesem Jahr." stellte Minnchen klar, " wenn du  dich morgen bei ihm nicht entschuldigst."
"Och, diese olle Kamelle vom vergangenen Jahr, die gilt nicht mehr und ist verjährt. Ich muss mich nicht mehr entschuldigen."
Übermütig schaukelte Knudie Dickzwick weiter auf seinem Elch.
"Du entschuldigst dich oder ich bringe dich morgen zu meinem Freund Ole,  dem  Kioskbesitzer  "Zum Wasserhäuschen". Er verkauft dich auf dem Flohmarkt. Willst du das?"
Minnchen holte ihre Teekanne mit Ingwertee. Sie setzte sich in den dunkelroten Lehnsessel, goss Tee in die große, gelbe Tasse und schlürfte Schluck für Schluck das noch heiße Getränk. Sie schnappte sich leicht verärgert die Tageszeitung und setzte sich ihre Lesebrille auf die Nase.
Kleinlaut kam es oben vom Regal.
"Ich mache es!"
"Das hatte ich auch sehr gehofft!", zufrieden nickte Minnchen dem Bären zu.
Ab und zu blitzte zwischen den dunklen, schweren Wolken die Sonne hervor. Es war zu kühl und ungemütlich, um auf der Gartenbank zu sitzen. Minnchen zog die grünen Gartenhandschuhe an, nahm die kleine Schaufel und füllte jeden Kübel nach und nach mit frischer Erde. In den nächsten Tagen plante sie,  im Gartencenter die neuen Kübelpflanzen einzukaufen. Sie freute sich darauf, demnächst ein blühendes Eldorado zu erleben. Total in Gedanken versunken, bemerkte sie nicht, wie Troll Zupfbommel mit dem Osterhasen im Schlepptau durch den Holzzaun schlüpften.
"Hallo Minnchen, hier bringe ich dir den Osterhasen Löffelhops."
"Hallo kleiner Troll, freut mich,  Osterhase Löffelhops persönlich kennenzulernen."
"Ich habe nicht viel Zeit", stellte Hase Löffelhops klar.
"Augenblick", Minnchen lief rasch ins Haus, um den Bären Knudie Dickzwick zu holen.
Auf dem linken Arm Knudie Dickzwick, in der rechten Hand ein Servierttablett haltend, kam sie  heraus. Sie erwartete ihre Nachbarin,  der sie  Kaffee und Gebäck servierte.
Minnchen setzte sich mit dem Bären auf die Gartenbank.
"Du wolltest etwas sagen.", forderte sie Knudie Dickzwick auf.
Der Bär klotzte den klopsigen, dicken Hasen an. Der guckte beleidigt in die Luft.
"Dieses fette, blöde  Pelzvieh nennt sich Osterhase.  Klaut Eier und behauptet, er habe sie gelegt, der Spinner. Dabei ist er ein Fake. Muss mich entschuldigen, sonst verkauft  mich Minnchen auf dem Flohmarkt. Was Minnchen sagt, das macht sie. Ich fresse Kreide, viel Kreide", dachte Knudie Dickzwick und platzte vor Wut, "ich verklopfe ihn gleich, damit die Ohren wackeln."
"Entschuldige!", kam es leise  über die Lippen von Knudie Dickzwick.
Minnchen boxte den Bären leicht in den dicken Bauch. "Geht das nicht freundlicher?"
"Aua,  das war die Höhe, geklopft werde ich. Dabei habe ich mich  entschuldigt.", dachte er.
"Ich entschuldige mich, lieber Osterhase.", flüsterte der Bär und schloss schuldbewusst seine Augen.
"Ich nehme die Entschuldigung an.", antwortete der Osterhase spitz.
Löffelhops hoppelte in Richtung Zaun.
"Habe keine Zeit, muss weiter,  die Ostereier, ihr wisst."
"Vergesse mich nicht, lieber Osterhase.", rief Minnchen ihm hinterher.
Sie saß mit Knudie Dickzwick im Arm auf der Gartenbank und genoss noch die warmen Sonnenstrahlen. Ein kleiner Windhauch strich durch die Bäume. Die aufgehängten Ostereier klapperten leicht aneinander. Minnchen schaute sich in ihrem kleinen Garten um. Tatsächlich lagen überall schöne, bunte Eier in den Osternestern.  Ostern konnte kommen. Sie lächelte zufrieden. Ihre Nachbarin Pauline kam. Die ganze Nachbarschaft grillte am Ostern, da war viel zu besprechen.

Copyright Eva V. 2017
Bild: Flickr, Maria

Meine nächste Geschichte erst wieder am 15. Mai.

Schaut vielleicht einmal bei meiner neuen "Norwegenseite" vorbei. Würde mich sehr freuen.